Technik im Check

Wie regelmäßige Wartung und Instandhaltung die Zuverlässigkeit unserer Speicher in Jemgum und Rehden sichern

Technik im Check

Bevor die kalte Jahreszeit beginnt, finden an unseren beiden deutschen Erdgasspeichern in Jemgum und Rehden jedes Jahr planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten statt. Sie sind langfristig geplant und ein wichtiger Bestandteil des sicheren und zuverlässigen Betriebs unserer Speicher. Während dieser Arbeiten kann es vor Ort zeitweise zu erhöhter Betriebsaktivität und Geräuschentwicklung kommen. 

Was steckt hinter den Wartungsarbeiten?

Über und unter der Erde sorgt ein komplexes System aus Verdichtern, Trocknungsanlagen, Hochdruckleitungen, Sicherheitsventilen sowie Mess- und Steuerungstechnik dafür, dass Erdgas sicher ein- und ausgespeichert werden kann. All diese technischen Einrichtungen unterliegen einem festen Prüf- und Wartungsrhythmus, der hohen gesetzlichen, behördlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht. 

Zu den typischen Maßnahmen zählen zum Beispiel wiederkehrende Prüfungen an Sicherheitsventilen und Hochdrucksystemen, Inspektion und Wartung der Verdichteranlagen für die Ein- und Ausspeicherung von Gas sowie die Modernisierung einzelner Anlagenteile. 

Damit diese Arbeiten sicher durchgeführt werden können, müssen Teile der Anlage zuvor drucklos gemacht werden. In bestimmten Fällen ist dafür das kontrollierte Abfackeln kleiner Erdgasmengen über die anlageneigenen Fackeln notwendig. Dieses etablierte Standardverfahren stellt sicher, dass an den betroffenen Anlagenteilen gefahrlos gearbeitet werden kann.

Warum ist das notwendig?

Speicher wie Jemgum und Rehden gehören zur kritischen Infrastruktur der europäischen Energieversorgung. Gerade weil diese Anlagen eine so wichtige Aufgabe erfüllen, gilt: Sicherheit hat oberste Priorität. Die jährliche Wartung dient dazu, die Sicherheit der Anlagen dauerhaft zu gewährleisten, gesetzliche und behördliche Prüfpflichten zu erfüllen und die Betriebsbereitschaft der Anlagen langfristig zu sichern. Denn nur ein Speicher, der zuverlässig funktioniert, ist ein Speicher, auf den sich Kunden auch in kritischen Versorgungslagen verlassen können.

Was bedeutet das für Anwohnende?

Wartungsarbeiten dieser Größenordnung bleiben nicht immer unbemerkt. Insbesondere beim Druckentlasten von Anlagenteilen oder beim kontrollierten Abfackeln kann es zeitweise zu Lärmbeeinträchtigungen kommen. In Einzelfällen können bestimmte Arbeiten auch in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden erforderlich sein. SEFE Storage informiert Anwohnende deshalb vorab über lokale Pressemitteilungen und bittet um Verständnis für mögliche Unannehmlichkeiten während dieser Zeit. 

Wann finden die Arbeiten statt?

Die Wartungsfenster liegen typischerweise im Spätsommer oder Frühherbst. Die Zeiträume werden bereits lange im Voraus geplant und angekündigt und unter Berücksichtigung betrieblicher sowie saisonaler Anforderungen festgelegt. Entsprechend sind diese Wartungsarbeiten ein logistischer Kraftakt. Am Beispiel Rehden wird deutlich, welcher Aufwand dahintersteckt: Bei der letzten großen Check-up-Phase waren zeitweise rund 100 Mitarbeitende gleichzeitig auf dem Gelände im Einsatz. Dazu gehörten sowohl eigene Fachkräfte als auch externe Dienstleister und Kontraktoren. 

Die jährliche Wartung an unseren Speicherstandorten ist damit weit mehr als Routine. Sie ist die Grundlage dafür, dass Jemgum und Rehden auch künftig zuverlässig ihren Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland und Europa leisten können.